Was ist besser: Kleidung reparieren oder neu kaufen? Zahlen und Tipps

Neue Kleidung wird nach dem Kauf im Schnitt nur vier Mal getragen, bevor sie in der Tonne landet. Wird ein T-Shirt stattdessen fünfzig Mal verwendet, lassen sich allein durch den veränderten Gebrauch dieses einen Kleidungsstücks 83 kg CO2 pro Jahr vermeiden.

einfache grafische Darstellung eines Baumes

Es sind 7 Bäume nötig, um diese Menge CO2 zu kompensieren.

Quelle: Wie viel CO2 kompensiert ein Baum?
  • Sie interessiert, wie das Reparieren von Kleidung dem Klima helfen kann?
  • Wollen Sie wissen, wie Ihre Kleidung länger hält?
  • Sie möchten Textilien durch Umnähen oder neues Kombinieren länger nutzen?

Der Umgang mit Kleidung ist ein wichtiger Faktor für den Klimaschutz. Allein die Produktion verursacht laut einer Studie der britischen Ellen-MacArthur-Stiftung mehr CO2 als der weltweite Schiffs- und Flugverkehr. Nach Angaben der Initiative Grüner Knopf werden Kleidungsstücke im Schnitt nur vier Mal getragen, bevor sie aussortiert werden. Wer ein T-Shirt stattdessen fünfzig Mal nutzt, kann durchschnittlich 83 kg CO2 vermeiden – so eine Studie des britischen Unternehmens Carbon Trust.

Am klimafreundlichsten sind deshalb laut Umweltbundesamt diese Strategien für mehr Klimaschutz mit Textilien:

  • Kleidung möglichst lange tragen
  • kleine Risse und Löcher reparieren
  • ausgemusterter Kleidung durch Upcycling weiter nutzen

Regelmäßig Tipps für unterwegs erhalten? Jetzt Newsletter abonnieren.

MK: Newsletteranmeldung

Anmeldung

Die Newsletter der co2online gGmbH enthalten auf Sie zugeschnittene Informationen über Produkte und Aktionen von co2online sowie aktuelle Trends und Entwicklungen im Bereich Klimaschutz und Energiesparen. Sie können den Empfang der Newsletter jederzeit widerrufen. Einen Abmeldelink finden Sie am Ende jedes Newsletters. Detaillierte Informationen zum Versand, zu Statistiken und Analysen, zu Nutzungsprofilen sowie zu Ihren Widerrufsmöglichkeiten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Zum Reparieren von Kleidung gibt es viele verschiedene Möglichkeiten:

  • Für das Nähen sind im Internet zahlreiche Lernvideos zu finden.
  • In einigen Städten verfügen Repair-Cafés auch über Nähmaschinen. Dort helfen sich Verbraucher*innen gegenseitig beim Reparieren.
  • Eine Alternative dazu ist die professionelle Reparatur bei einem/r Schneider*in.
  • Für Schuhe bieten sich Schuster*innen an. Laut einer Greenpeace-Umfrage haben 64 Prozent der Deutschen noch nie ihre Schuhe ausbessern lassen. Es gibt auch Spezialist*innen, zum Beispiel für das Reparieren von Sneakern.

Noch mehr Möglichkeiten bietet das Upcycling von Kleidung: kreatives Umnähen, Ändern und neues Kombinieren. Auch dazu sind online viele ideenreiche Video-Anleitungen zu finden: mit den Stichworten Kleidung und Fashion Hacks, DIY (do it yourself), nähen, kombinieren oder aus alt mach’ neu.

Wie kann ich die Lebensdauer von Kleidung verlängern?

Kleidungsstücke lassen sich am besten dann reparieren oder umnähen, wenn sie langlebig sind. Der Verschleiß durch Waschen und Tragen sollte ihnen also möglichst wenig ausmachen. Dabei helfen diese Tipps:

  • Hochwertige Kleidung kaufen, die gut verarbeitet ist.
  • Einzelne Flecken wenn möglich per Hand entfernen statt die Kleidung komplett zu waschen.
  • Auf Pflegehinweise achten, Textilien zum Beispiel nicht zu heiß waschen. Das spart auch Energie. Fast genau so viel CO2 wie bei der Herstellung entsteht während der Nutzung.
  • Maschinelles Trocknen verkürzt die Lebensdauer aller Textilien. Beim Umweltbundesamt finden sich Tipps zum klimafreundlichen Waschen und Trocknen.
  • Empfindliche Kleidung in einem Wäschesack in die Trommel geben. Metallknöpfe und Reißverschlüsse vor dem Waschen schließen, Kleidung nach innen wenden oder ebenfalls in einen Wäschesack geben.
  • Synthetische Fasern nur schonend schleudern, Viskose und Membran-Textilien (Regen- und Outdoor-Kleidung) überhaupt nicht. Reine Wolle und Seide am besten von Hand waschen.
  • Liegend trocknen ist das bessere Vorgehen für diese Textilien: Wolle, Seide, Viskose, synthetische Fasern und Maschenwaren. Synthetik kann auch auf einem Bügel trocknen.

Fakten im Vergleich

Wie schneiden verschiedene Verkehrsmittel bei einem durchschnittlichen Arbeitsweg ab? *

Fahrrad ca. 0 kg

0%

E-Rad ca. 13 kg

3%

Bus & Bahn ca. 211 kg

45%

Auto ca. 472 kg

100%
Quellen: Umweltbundesamt, VCD, Pendos CO2-Zähler

Fahrrad ca. 100 Euro

8%

E-Rad ca. 365 Euro

28%

Bus & Bahn ca. 690 Euro

52%

Auto ca. 1.315 Euro

100%
Quellen: VCD, Stiftung Warentest, EcoTopTen, Süddeutsche.de

Fahrrad ca. 32 Min.

70%

E-Rad ca. 26 Min.

57%

Bus & Bahn ca. 46 Min.

100%

Auto ca. 36 Min.

78%
Quellen: Deutsches Mobilitätspanel, Google Maps

Fahrrad ca. 225 kcal

100%

E-Rad ca. 170 kcal

75%

Bus & Bahn ca. 55 kcal

24%

Auto ca. 82 kcal

36%
Quellen: Spiegel.de, Express.de, MeinBauch.net

* Arbeitsweg von 9,6 km innerstädtisch, 252 Arbeitstage pro Jahr, 7,8 Liter Kraftstoffverbrauch (Benzin), direkte Emissionen

Klimaschutz unterwegs: die wichtigsten Bereiche

www.co2online.de
Klimaschutz unterwegs: die wichtigsten Bereiche

Mobilität in Städten

Wo täglich tausende Menschen von A nach B gelangen wollen, sind intelligente und klimafreundliche Verkehrssysteme nötig. Erfahren Sie, wie zukunftsfähige Mobilität in den Städten aussieht.

mehr
www.adfc.de
Klimaschutz unterwegs: die wichtigsten Bereiche

Aktiv zum Arbeitsplatz: Mit dem Rad zur Arbeit

Regelmäßige Bewegung macht Spaß, hält fit und ist gesund. Das können Arbeitnehmer jedes Jahr in der bundesweiten Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ vom ADFC und der Gesundheitskasse AOK erfahren.

mehr
www.vcd.org
Klimaschutz unterwegs: die wichtigsten Bereiche

Tipps und Ratschläge zur ökologischen Mobilität

Sie möchten umweltfreundlich, sicher und gesund unterwegs sein? Der Verkehrsclub Deutschland e.V. zeigt Ihnen mit vielen Tipps und Ratschlägen, wie das geht.

mehr
www.verbraucherzentrale.de
Klimaschutz unterwegs: die wichtigsten Bereiche

Elektrofahrräder: Bequem, flott und klimaschonend

Radweg oder Straße? Mit oder ohne Helm? Braucht man eine Versicherung? Die Verbraucherzentrale informiert über Elektrofahrräder. Mit dabei: Tipps für den Kauf.

mehr
www.teilauto.net
Klimaschutz unterwegs: die wichtigsten Bereiche

Carsharing in Mitteldeutschland

teilAuto ist mit eigener Flotte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vertreten; vor allem in Leipzig und Dresden. Über Partner auch deutschlandweit.

mehr
www.stadtteilauto.info
Klimaschutz unterwegs: die wichtigsten Bereiche

Auto teilen mit den Stadtwerken

Osnabrück zeigt, wie lokale Akteure für klimafreundliche Mobilität sorgen können. Die Idee hatte ein Verein. Dann stiegen auch die Stadtwerke ein.

mehr
www.zeit.de
Klimaschutz unterwegs: die wichtigsten Bereiche

Unterwegs im Robo-Taxi

Die autogerechte Stadt hat ihre Grenzen erreicht. Das zeigt das tägliche Chaos in São Paulo, Peking oder Mumbai. Verkehrsplaner setzen auf automatisierte Verkehrsmittel.

mehr
www.naturtrip.org
Klimaschutz unterwegs: die wichtigsten Bereiche

Ausflugsziele schnell mit Bus und Zug erreichen

Entdecken Sie, wohin Ihr nächster Wochenendausflug gehen kann – umweltfreundlich und bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln natürlich.

mehr
www.co2online.de
Klimaschutz unterwegs: die wichtigsten Bereiche

Ökologisch reisen und nachhaltig mobil sein

Flugzeug, Auto oder Bahn? Wie wirkt sich die Wahl des Verkehrsmittels auf die Umwelt und das Klima aus? Die wichtigsten Fakten zu den Themen nachhaltige Mobilität und umweltfreundliche Verkehrsmittel.

mehr

Wir machen mit

Mit dem Elektro-Lastenrad bewegt sich Familie Eickelpasch aus Frankfurt am Main am schnellsten und günstigsten durch die Stadt.

Unser Elektro-Lastenrad ist das schnellste, günstigste und beste Familien-Fortbewegungsmittel. Schnell, weil frei von Stau- und Parkplatzproblemen. Günstig, weil Anschaffung und Unterhalt als Dienstrad niedrig sind. Und das beste: Wir helfen Gesundheit und Klima.

Familie Eickelpasch aus Frankfurt am Main
Der Klimaschutzmanager der Gemeinde Wallenhorst Stefan Sprenger beim Carsharing

Als Klimaschutzmanager der Gemeinde Wallenhorst nutze ich Carsharing regelmäßig für Dienstfahrten. Das schützt das Klima und mit dem E-Auto kommt auch der Fahrspaß nicht zu kurz.

Stefan Sprenger, Osnabrück
Robin H. aus Nordhessen nutzt sein E-Bike für den Weg zur Arbeit.

Ich habe mir ein E-Mountainbike zugelegt, per Leasing über meinen Arbeitgeber. Das bringt Entspannung und macht den Kopf frei – und auch längere Fahrten wie die 65 Kilometer zur Arbeit und zurück sind kein Problem. Selbst im Winter bleibt das Rad nicht in der Garage stehen.

Robin H. aus Nordhessen
Die Mitarbeiter von Osnabrett Artur Baginski und Andy Petsch mit Brettspielen und einem Carsharing-Auto.

Weil wir nur selten ein Auto benötigen, ist Carsharing genau das richtige für uns und unser Brettspielcafé: kaum Fixkosten, flexible Autoauswahl – und wir müssen uns nicht um Wartung und Reparatur kümmern.

Artur Baginski und Andy Petsch, Osnabrück

Das E-Auto spart nicht nur Kosten, sondern macht auch richtig Spaß. Man benötigt für die gleiche Leistung nur halb so viel PS!

Tobias Bucher, Lorsch

Sie machen auch schon mit oder haben es vor?

Dann tragen Sie sich auf unserer interaktiven Deutschland-Karte ein.