Was ist Fair-Trade-Mode? Standards und andere empfehlenswerte Siegel

Fair Trade gewinnt auch für Mode immer mehr an Bedeutung. Für den Klimaschutz gibt es zwar aussagekräftigere Siegel. Doch ökologische Fragen hängen häufig mit sozialen zusammen. Das gilt besonders für Kleidung. Denn die Produktion hat weitreichende Folgen für Mensch und Klima.

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Fair Trade steht vor allem für die gerechte Entlohnung von Kleinbauern/-bäuerinnen und Arbeiter*innen in Entwicklungsländern. Hinter Fair-Trade-Siegeln für Mode steht inzwischen ein umfassender Katalog an Arbeits- und Sozialstandards. Verbot von Kinderarbeit, Arbeitssicherheit und die Begrenzung der Arbeitszeit sind nur einige der Anforderungen.

Im Bereich Mode gibt es zum einen Siegel für die sozialverträgliche Produktion des Rohstoffs Baumwolle und zum anderen für faire Arbeitsbedingungen in Fabriken wie Nähereien und Färbereien.

“Fair Trade” ist eine geschützte Bezeichnung des Verbands FLO (Fairtrade Labelling Organizations International). Daneben gibt es weitere Siegel mit ähnlichen Zielen. Das Portal Siegelklarheit empfiehlt im Bereich Textilien mehrere als sehr gut beurteilte Siegel mit besonders hohen Anforderungen an die Sozialverträglichkeit:

  • Fairtrade Baumwolle
  • Fairtrade Textile Production
  • Fair Wear Foundation
  • SA8000
  • Naturtextil IVN zertifiziert BEST
  • OEKO-TEX Made in Green

Als “gute Wahl” bewertet Siegelklarheit außerdem die Label:

  • Cotton made in Africa
  • Fair Labor Association
  • World Fair Trade Organization

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Anbieter *innen von Fair-Trade-Mode sind zum Beispiel bei Get Changed oder Utopia zu finden.

Mit dem Klima- und Umweltschutz hat Fair-Trade-Mode nur teilweise Überschneidungen. Die beiden Kennzeichen “Naturtextil IVN zertifiziert BEST” und “OEKO-TEX Made in Green” erfüllen laut Siegelklarheit auch besonders hohe Anforderungen im Bereich Umwelt. Wer sich für Siegel speziell zum Thema Klima und Umwelt interessiert, sollte diese Liste passender Kennzeichen beachten.

Grüner Knopf: Welche Rolle spielt das Siegel für Fair-Trade-Mode?

Der 2019 gestartete Grüne Knopf ist ein von der Bundesregierung ins Leben gerufenes Siegel für Umwelt- und Sozialstandards im Bereich Mode. Das Besondere soll sein, dass Unternehmen als Ganzes geprüft werden. Gibt es zum Beispiel Beschwerdemöglichkeiten für Näher*innen? Einbezogen werden vorerst allerdings nur einige Produktionsstufen: Zuschneiden und Nähen sowie Bleichen und Färben. Nach und nach sollen weitere hinzukommen.

Um den Grünen Knopf zu erhalten, können Unternehmen ein anderes anerkanntes Siegel vorweisen. Im Bereich Soziales sind das vorerst:

  • Fairtrade Textile Production
  • Fair Wear Foundation
  • SA8000
  • Naturtextil IVN zertifiziert BEST
  • OEKO-TEX Made in Green
  • GOTS (Global Organic Textile Standard)

Die Kampagne für Saubere Kleidung kritisierte zum Start des Grünen Knopfes, es sei noch unklar, wie die nötigen Nachweise in der Praxis geführt werden sollen. In der Pilotphase, die bis Mitte 2021 laufen soll, sei außerdem noch nicht die Zahlung eines existenzsichernden Lohnes vorgesehen.

Fakten im Vergleich

Wie schneiden verschiedene Verkehrsmittel bei einem durchschnittlichen Arbeitsweg ab? *

Fahrrad ca. 0 kg

0%

E-Rad ca. 20 kg

5%

Bus & Bahn ca. 210 kg

53%

Auto ca. 400 kg

100%
Quellen: Umweltbundesamt, VCD, Pendos CO2-Zähler

Fahrrad ca. 100 Euro

8%

E-Rad ca. 360 Euro

28%

Bus & Bahn ca. 690 Euro

53%

Auto ca. 1.300 Euro

100%
Quellen: VCD, Stiftung Warentest, EcoTopTen, Süddeutsche.de

Fahrrad ca. 32 Min.

70%

E-Rad ca. 26 Min.

57%

Bus & Bahn ca. 46 Min.

100%

Auto ca. 36 Min.

78%
Quellen: Deutsches Mobilitätspanel, Google Maps

Fahrrad ca. 225 kcal

100%

E-Rad ca. 170 kcal

75%

Bus & Bahn ca. 55 kcal

24%

Auto ca. 82 kcal

36%
Quellen: Spiegel.de, Express.de, MeinBauch.net

* Arbeitsweg von 9,6 km innerstädtisch, 230 Arbeitstage pro Jahr, 7,8 Liter Kraftstoffverbrauch (Benzin), direkte Emissionen

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