Wie funktioniert ein E-Bike? Vorteile & Tipps

Ein E-Bike fährt mit einem Elektromotor, der eigenständig funktioniert. Das heißt: In die Pedale treten muss man mit einem E-Bike nicht zwangsläufig – im Gegensatz zum Elektrofahrrad (Pedelec), das nur mit Treten funktioniert.

  • Sie möchten wissen, aus welchen Komponenten ein E-Bike besteht?
  • Sie wüssten gern, worin sich die Funktionsweisen von E-Bike, Elektrofahrrad und Pedelec unterscheiden?
  • Sie fragen sich, wie die unterschiedlichen Steuerungen funktionieren?

Ein E-Bike funktioniert eigentlich ganz einfach: Das Zweirad ist mit einem elektronischen Hilfsmotor ausgerüstet. Etwas komplizierter wird es bei der Steuerung: Der eigenständige Motor eines E-Bikes wird über einen Drehgriff oder Schaltknopf ähnlich wie bei einem Elektromofa oder einem Elektroroller gesteuert – ohne dass dafür das Treten der Pedale notwendig ist. Deswegen gilt es nicht als Fahrrad, sondern als Kraftrad. Unterstützt der Motor dagegen nur das Treten der Pedale – ist also nicht eigenständig –, handelt es sich um ein Elektrofahrrad (Pedelec).

Fragt man sich, wie ein E-Bike genau funktioniert, muss man sich das Antriebssystem anschauen. Es besteht aus mehreren Komponenten:

  • einem Elektromotor,
  • dem Akku,
  • einem Getriebe,
  • einem Laufrad,
  • einer Kontrollkonsole,
  • ggf. einem Steuersystem
  • sowie Sensoren und den entsprechenden Verkabelungen.

Beim Motor sind drei Varianten zu unterscheiden: Vorderradmotoren, Heckmotoren und Mittelmotoren. Vorderradmotoren sind günstig, Heckmotoren sind sportlich. Die beste Schwerpunktlage und einige weitere Vorteile bieten die Mittelmotoren, die am häufigsten zum Einsatz kommen.

Als Energiespeicher werden meist Lithium-Ionen-Akkus verwendet. Geladen werden sie über herkömmliche Steckdosen – und je nach Technik zusätzlich über die Rückgewinnung der Bewegungsenergie beim Bremsen. Die Emissionen für Herstellung und Entsorgung eines durchschnittlichen E-Bike-Akkus sind übrigens nicht besonders groß. Sie sind laut Umweltbundesamt (UBA) bereits nach etwa 100 Kilometern Fahrt per E-Bike anstatt mit einem durchschnittlichen Auto ausgeglichen.

E-Bikes funktionieren für ganz unterschiedliche Szenarien:

  • für Arbeitswege, wenn die Kleidung nicht verschwitzt sein soll,
  • für Fahrten bei Gegenwind oder Höhenunterschieden,
  • für längere Strecken im Alltag, in der Freizeit oder im Urlaub,
  • für körperlich beeinträchtigte Menschen oder
  • für Transporte (Anhänger sind bei E-Bikes nicht erlaubt, bei Pedelecs schon).

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Welche Vorteile E-Bikes haben

Vor allem im Alltag können E-Bikes eine klimafreundliche Alternative zum Auto sein, wie Studien zeigen. Denn die damit zurückgelegten Strecken sind laut Umweltbundesamt (UBA) meist kürzer als fünf Kilometer – und da sind E-Bikes oder Fahrräder oft die bessere Wahl:

  • klimafreundlicher: Bei E-Bikes entstehen pro 100 km im Schnitt 0,6 kg CO2, beim Auto 21 kg CO2.
  • wirtschaftlicher: Die Energiekosten liegen durchschnittlich bei 0,30 Euro pro 100 km, beim Auto bei 10,50 Euro.
  • schneller: Bis zu einer Entfernung von 5 km gelten Räder als schnellstes Verkehrsmittel, bei weiter entferntem Auto-Parkplatz auch bis 10 km (zumindest im Stadtverkehr).
  • gesünder: Durch die körperliche Betätigung ist das Fahren mit E-Bike besser für die Gesundheit als die Fahrt mit dem Auto.

E-Bike nutzen: Tipps für Test und Kauf

Falls Sie sich für ein E-Bike interessieren, sollten Sie zunächst mal eines ausprobieren und sich mit der Funktionsweise vertraut machen. In vielen Orten gibt es Fahrradverleihe, die E-Bikes oder Elektrofahrräder (Pedelecs) im Sortiment haben. Probefahrten sind meist auch bei Händlern möglich, die zudem weitere Fragen zu Funktionen beantworten können.

Was Sie bei der Auswahl eines E-Bikes beachten sollten, beschreibt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) auf www.e-radkaufen.de, inklusive einer Datenbank mit über 9.000 Modellen. Die Plattform EcoTopTen vom Öko-Institut bietet ebenfalls eine Modellübersicht.

Tests zu E-Bikes gibt es zum Beispiel von der Stiftung Warentest und dem ADAC. Bedenken Sie aber, dass sich der E-Bike-Markt schnell entwickelt und immer neue Modelle und auch Funktionen hinzukommen. Tests sollten also nicht die alleinige Grundlage für eine Kaufentscheidung sein. Empfehlenswert sind eine Beratung in einem Fachgeschäft und anschließende Probefahrten.

E-Bike als Dienstrad?

Wer angestellt ist, kann das E-Bike möglicherweise über seinen Arbeitgeber finanzieren. Für ein solches Dienstrad werden dann statt einer großen einmaligen Summe kleinere monatliche Beträge fällig. Das dienstliche E-Bike kann auch für Privatfahrten genutzt werden. Worauf beim Dienstrad zu achten ist, erläutert finanztip.de. Als größte Dienstrad-Anbieter gelten jobrad.org und businessbike.de, bei denen auch Rechner zur Finanzierung zu finden sind.

Fakten im Vergleich

Wie schneiden verschiedene Verkehrsmittel bei einem durchschnittlichen Arbeitsweg ab? *

Fahrrad ca. 0 kg

0%

E-Rad ca. 13 kg

3%

Bus & Bahn ca. 211 kg

45%

Auto ca. 472 kg

100%
Quellen: Umweltbundesamt, VCD, Pendos CO2-Zähler

Fahrrad ca. 100 Euro

8%

E-Rad ca. 365 Euro

28%

Bus & Bahn ca. 690 Euro

52%

Auto ca. 1.315 Euro

100%
Quellen: VCD, Stiftung Warentest, EcoTopTen, Süddeutsche.de

Fahrrad ca. 32 Min.

70%

E-Rad ca. 26 Min.

57%

Bus & Bahn ca. 46 Min.

100%

Auto ca. 36 Min.

78%
Quellen: Deutsches Mobilitätspanel, Google Maps

Fahrrad ca. 225 kcal

100%

E-Rad ca. 170 kcal

75%

Bus & Bahn ca. 55 kcal

24%

Auto ca. 82 kcal

36%
Quellen: Spiegel.de, Express.de, MeinBauch.net

* Arbeitsweg von 9,6 km innerstädtisch, 252 Arbeitstage pro Jahr, 7,8 Liter Kraftstoffverbrauch (Benzin), direkte Emissionen

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