Kann ich durch einen Wechsel des Gasanbieters Heizkosten senken und CO2 vermeiden?

Der Wechsel des Gasanbieters senkt in vielen Fällen die Heizkosten. Wer zu einem Ökogas-Anbieter wechselt, vermeidet im Schnitt rund 60 Prozent klimaschädliches CO2. In einer 70 Quadratmeter großen Wohnung sind das im Jahr etwa 1.700 kg CO2.

einfache grafische Darstellung eines Baumes

Es sind 45 Bäume nötig, um diese Menge CO2 zu kompensieren.

Quelle: Wie viel CO2 kompensiert ein Baum?
  • Sie wollen Ihren Gasanbieter wechseln und Ihre Heizkosten senken?
  • Möchten Sie klimafreundlicher heizen?
  • Sie fragen sich, ob Sie mehr fürs Heizen zahlen als andere?

Etwa drei von vier Haushalten haben ihren Gasanbieter noch nie gewechselt. Oft beziehen sie ihr Gas noch über den Grundversorgungstarif – und solche Tarife sind meist vergleichsweise teuer. Trifft das auch auf Sie zu? Dann können Sie durch einen Wechsel des Gasanbieters Ihre Heizkosten vermutlich deutlich senken. Je nach Tarif sind im Schnitt mehr als 100 Euro pro Jahr drin.

Wenn Sie beim Heizen klimaschädliches CO2 vermeiden wollen, sollten Sie sich bei einem Wechsel nach Ökogasanbietern umschauen. Denn bei der Wärmeerzeugung mit Ökogas entsteht pro Kilowattstunde erzeugter Heizenergie deutlich weniger CO2 als bei Erdgas:

  • Ökogas: 95 Gramm CO2 je Kilowattstunde
  • Erdgas: 250 Gramm CO2 je Kilowattstunde

Wie viel CO2 lässt sich durch Ökogas im Einfamilienhaus vermeiden?

Beispiel: Einfamilienhaus, 110 m2, zentrale Gasheizung, 18.000 kWh pro Jahr

  • Erdgas: ca. 4.500 kg CO2
  • Ökogas: ca. 1.700 kg CO2

Das sind 2.800 kg weniger CO2. Um diese Menge CO2 auszugleichen, müssten Sie 225 Bäume pflanzen.

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Was ist Ökogas?

Ökogas ist Gas aus erneuerbaren Energien. Es gibt zwei verschiedene Arten:

  • Ökogas aus Biomasse, das auch als Biogas bezeichnet wird. Biogas ist besonders nachhaltig, wenn es aus Grünabfall gewonnen wird. Weniger nachhaltig ist Biogas aus Monokulturen wie Mais oder aus Gülle der Massentierhaltung.
  • Ökogas aus Überschüssen bei der Windkraft-Stromerzeugung, das manchmal als „Windgas“ bezeichnet wird. Dabei wird Wasser mit dem „Power-to-Gas“-Verfahren in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Der Wasserstoff wird (genauso wie anderes Ökogas) ins Erdgas-Netz eingespeist.

Worauf was muss ich beim Wechsel zu Ökogas achten?

Bei den meisten Ökogastarifen handelt es sich um Kompensationstarife. Das heißt: Sie beziehen in einem solchen Tarif kein echtes Ökogas, sondern normales Erdgas – und zahlen einen „Klima-Aufschlag“. Damit unterstützt Ihr Gasanbieter Projekte, die den CO2-Ausstoß der Heizung ausgleichen.

Sie wollen einen Kompensationstarif nutzen? Dann empfiehlt die Verbraucherzentrale Energieberatung, auf das „Gold Standard“-Zertifikat der „Gold Standard Foundation“ zu achten. Das Gütesiegel berücksichtigt neben ökologischen auch soziale Aspekte.

Heizenergieverbrauch vergleichen

Ist Ihr Heizenergieverbrauch eigentlich hoch oder niedrig? Am besten für Ihr Konto und das Klima ist es, wenn Sie möglichst wenig Gas fürs Heizen verbrauchen. Mit dem Heizspiegel für Deutschland erfahren Sie in nur fünf Minuten, ob und wie viel Sie beim Heizen sparen können. Dafür benötigen Sie Ihre aktuelle Heizkostenabrechnung oder Gasrechnung.

Alle bisherigen Fragen und Antworten zum Thema

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Fakten im Vergleich

Wie groß ist das Sparpotenzial pro Jahr beim Heizen? Wie viel liegt durchschnittlich zwischen niedrigem und zu hohem Verbrauch? *

Wohnung ca. 2.505 kg

47%

Einfamilienhaus ca. 4.235 kg

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 700 Euro

45%

Einfamilienhaus ca. 1.235 Euro

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 60 Euro

46%

Einfamilienhaus ca. 105 Euro

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 10.010 kWh

47%

Einfamilienhaus ca. 16.940 kWh

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

* durchschnittliche Wohnung (70 m2) in einem 501 bis 1.000 Quadratmeter großen Mehrfamilienhaus und durchschnittliches Einfamilienhaus (110 m2) mit Erdgas-Zentralheizung

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