Was ist eine smarte Heizungssteuerung? Beispiele und Tipps

Etwa 70 Prozent der Energie, die wir in privaten Haushalten verbrauchen, entfällt auf die Raumwärme. Entsprechend groß ist das Sparpotenzial. Eine smarte Heizungssteuerung hilft, den Verbrauch und damit die Kosten sowie die CO2-Emissionen zu senken – und sorgt zugleich für mehr Komfort.

  • Sie wollen wissen, wie eine smarte Heizungssteuerung beim Energiesparen hilft?
  • Möchten Sie wissen, worauf Sie beim Kauf achten sollten?
  • Sie fragen sich, ob eine smarte Heizungsteuerung auch mit Alexa, Siri oder Google Home funktioniert?

Mit einer smarten Heizungssteuerung können Sie nach Angaben der Verbraucherzentrale bis zu 9 Prozent (im Einfamilienhaus bis zu 14 Prozent) sparen. Verbände wie der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) gehen von 15 Prozent aus, eine Fraunhofer-Studie weist für einen Hersteller bis zu 26 Prozent aus.

Für eine durchschnittliche Wohnung bedeutet dies 65 bis 180 Euro Ersparnis pro Jahr, bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus 175 bis 325 Euro. Das genaue Sparpotenzial ist von verschiedenen Faktoren wie dem bisherigen Heizverhalten der Bewohner*innen und vom Zustand des Gebäudes ab.

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Wie spart man mit smarter Heizungssteuerung Energie?

Mit einer smarten Heizungssteuerung erweitern Sie die Funktionen der klassischen Heizungssteuerung. So drehen smarte Thermostate abends die Heizung automatisch herunter. Sensoren erkennen, wenn ein Fenster geöffnet wird und regeln die Heizung entsprechend. Ist niemand zu Hause, wird die Heizung automatisch oder durch eine Zeitsteuerung heruntergefahren.

Manche Systeme bieten zudem eine Bedienung per App an, so dass man auch von unterwegs die Heizung an- und ausschalten kann. Möglich ist auch das Nutzen der Wettervorhersage, zum Beispiel für träge Fußbodenheizungen.

Was muss ich bei der Anschaffung beachten?

Wenn Sie sich für eine smarte Heizungssteuerung interessieren, sollten Sie ermitteln, wie groß ihr Sparpotential beim Heizen ist und welche Funktionen in Ihrem Fall sinnvoll sind. So können Sie bei einem Neubau den Einbau einer intelligenten Heizungssteuerung und weiterer Smart-Home-Komponenten optimal einplanen. Wer einen Altbau nachrüstet, muss sich an die Gegebenheiten anpassen, was die Möglichkeiten oft etwas einschränkt.

Eine einfache smarte Heizungssteuerung für einen ganzen Haushalt (5 Heizkörper) gibt es bereits ab rund 40 Euro, vernetzte Smart-Home-Sets ab 280 Euro. Je nach Heizsystem und Umfang kann es aber auch mehrere tausend Euro kosten. Einen Anhaltspunkt für eine sinnvolle Investition erhalten Sie, wenn Sie ihr persönliches Sparpotential kennen.

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Funktioniert smarte Heizungssteuerung auch mit Alexa, Siri oder Google Home?

Viele Systeme lassen sich über Sprachbefehle steuern. Sie arbeiten dann mit digitalen Assistent*innen wie Alexa von Amazon, Siri von Apple oder Google Home zusammen. Wenn Sie Ihre Heizung lieber nur vor Ort regeln wollen, bieten viele Modelle auch ein integriertes Bedienungsfeld (Touch-Panel) oder andere manuelle Regler.

Je nach System kann eine optimal eingestellte smarte Heizungssteuerung komplett eigenständig arbeiten. Auch in der Praxis müssen sich die Bewohnenden dann gar nicht mehr um die Steuerung der Heizung kümmern, wie Beispiele zeigen .

Für die Erfolgskontrolle einer smarten Heizungssteuerung gibt es praktische und kostenlose Helfer: die EnergieCheck-App oder das Energiesparkonto zum Beispiel. Für noch genauere Analysen sind Smart Meter und Wärmemengenzähler sinnvoll. Deren Daten können ebenfalls ins Energiesparkonto einfließen.

Alle bisherigen Fragen und Antworten zum Thema

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Fakten im Vergleich

Wie groß ist das Sparpotenzial pro Jahr beim Heizen? Wie viel liegt durchschnittlich zwischen niedrigem und zu hohem Verbrauch? *

Wohnung ca. 2.505 kg

47%

Einfamilienhaus ca. 4.235 kg

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 700 Euro

45%

Einfamilienhaus ca. 1.235 Euro

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 60 Euro

46%

Einfamilienhaus ca. 105 Euro

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 10.010 kWh

47%

Einfamilienhaus ca. 16.940 kWh

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

* durchschnittliche Wohnung (70 m2) in einem 501 bis 1.000 Quadratmeter großen Mehrfamilienhaus und durchschnittliches Einfamilienhaus (110 m2) mit Erdgas-Zentralheizung

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