Was ist eine Wohnraumlüftung? Vorteile, Nachteile und Kosten

Eine Wohnraumlüftung ist ein ventilatorgestütztes System, dass Innenräume automatisch mit frischer Luft versorgt. Sie führt auch Schadstoffe ab und bietet Schutz vor Feuchteschäden sowie Schimmel. Einige Wohnraumlüftungen vermeiden CO2 und Heizkosten, indem sie Wärme aus der Abluft gewinnen.

  • Sie interessieren sich für die Vor- und Nachteile von Lüftungsanlagen?
  • Wollen Sie wissen, welche Kosten durch Lüftungsanlagen entstehen?
  • Sie fragen sich, ob man eine Lüftungsanlage reinigen muss?

Eine Wohnraumlüftung (auch Komfortlüftung genannt) hat einige Vorteile: Sie sorgt für eine kontinuierliche und bedarfsgerechte Lüftung – auch bei Abwesenheit der Bewohner*innen. Dies ist vor allem in Neubauten und sanierten Gebäuden wichtig. Denn hier gibt es wegen der Dämmung keinen ausreichenden Luftaustausch. Lüftungsanlagen schützen außerdem zuverlässig vor Feuchteschäden und Schimmel, können Pollen, Staub sowie Insekten fernhalten. Auch Schadstoffe werden kontinuierlich abgeführt. Systeme mit Wärmerückgewinnung begrenzen zudem die Verluste von Heizenergie und vermeiden so CO2-Emissionen.

Ein Nachteil einer Wohnraumlüftung ist, dass das Nachrüsten etwa in einem Altbau mit hohem baulichem Aufwand verbunden ist. Einmal in Betrieb ist zudem eine regelmäßige Pflege und Reinigung erforderlich. Auch Geräusche durch Ventilatoren und Strömungsgeräusche sind möglich. Da Lüftungsanlagen mit Ventilatoren funktionieren, kann der Stromverbrauch ansteigen. Der größte Nachteil sind jedoch die vergleichsweise hohen Investitionskosten für die Anschaffung und den Einbau.

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Wie viel kostet eine Wohnraumlüftung?

Die Kosten für eine Wohnraumlüftung liegen

  • bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus zwischen 4.500 und 9.000 Euro,
  • bei einer Wohnung im Schnitt zwischen 3.000 und 7.000 Euro. 

Die Betriebskosten belaufen sich auf etwa 40 bis 70 Euro pro Jahr für den Strom und zusätzlich noch einmal rund 40 Euro für einen neuen Filtersatz. Fördermittel gibt es nur für Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Denn nur diese Anlagen helfen, Heizenergie zu sparen, wodurch sie die Umwelt und das Klima schonen.

Reinigung und Wartung von Wohnraumlüftungen

Eine Wohnraumlüftung ist regelmäßig zu warten und zu reinigen werden. Das kann selbst erledigt oder von einem Fachbetrieb übernommen werden. Die Filter werden idealerweise vor der Heizperiode gewechselt:

  • Feinfilter je nach Verschmutzungsgrad einmal,
  • Grobfilter bis zu dreimal pro Jahr.

Wärmetauscher lassen sich oft einfach mit einem Duschkopf auswaschen. Der Ablauf der Kondensatwanne, Außen- und Fortluftelemente sind nach Sichtprüfung ebenfalls regelmäßig zu reinigen. Werden die Filter regelmäßig ausgetauscht, treten in den Lüftungskanälen meist bis zu 15 Jahre lang keine wesentlichen Verschmutzungen auf.

Wie es sich mit einer Wohnraumlüftung in einem sanierten Altbau lebt, zeigt zum Beispiel der Praxisbericht von Familie Röwekamp . Was Sie beim Planen einer Wohnraumlüftung beachten sollten, listet ein Leitfaden in fünf Schritten auf.

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Fakten im Vergleich

Wie groß ist das Sparpotenzial pro Jahr beim Heizen? Wie viel liegt durchschnittlich zwischen niedrigem und zu hohem Verbrauch? *

Wohnung ca. 2.505 kg

47%

Einfamilienhaus ca. 4.235 kg

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 700 Euro

45%

Einfamilienhaus ca. 1.235 Euro

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 60 Euro

46%

Einfamilienhaus ca. 105 Euro

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 10.010 kWh

47%

Einfamilienhaus ca. 16.940 kWh

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

* durchschnittliche Wohnung (70 m2) in einem 501 bis 1.000 Quadratmeter großen Mehrfamilienhaus und durchschnittliches Einfamilienhaus (110 m2) mit Erdgas-Zentralheizung

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