Fördermittel für Altbausanierungen: Überblick

Das Sanieren eines Altbaus wird von der KfW und dem BAFA mit hohen Zuschüssen und Krediten gefördert. Je nach Art der Sanierung erhalten Eigentümer bis zu 45 Prozent ihrer Investitionskosten über Fördermittel zurück. Gefördert werden zum Beispiel der Tausch der Heizung, die Dämmung des Hauses oder das Erneuern der Fenster.

  • Sie wollen ein für Ihr Vorhaben passendes Förderprogramm finden?
  • Sie fragen sich, welche Förderprogramme es überhaupt gibt?
  • Möchten Sie Förderprogramme kombinieren?

Wie finde ich das passende Förderprogramm?

Es gibt deutschlandweit jede Menge unzählige Förderprogramme für die Altbausanierung. Darunter sind staatliche, regionale und lokale Förderungen. Mit dem kostenlosen FördermittelCheck erhalten Sie in fünf Minuten einen Überblick über Förderprogramme, die genau zu Ihrem Vorhaben passen. Der Online-Ratgeber listet zum Beispiel Fördermittel für den Fenster- und Heizungstausch, den Einbau von Photovoltaik oder für eine Wärmedämmung auf.

Außerdem kann Ihnen ein/e Energieberater*in bei der Fördermittelsuche helfen. Ein besonderer Vorteil: Auch die Beratung wird gefördert.

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Welche Förderprogramme gibt es bei der Altbausanierung?

Die wichtigsten Förderprogramme zur Altbausanierung werden von der KfW-Bank und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) aufgelegt.

Wie fördert die KfW Sanierungen von Altbauten?

Die KfW fördert Sanierungen mit zinsgünstigen Krediten bis zu 120.000 Euro und Tilgungszuschüssen bis zu 48.000 Euro. Die relevanten Förderprogramme heißen:

  • Energieeffizient Sanieren – Kredit (151/152)
  • Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss (430)

Die Förderung gilt sowohl für eine Vollsanierung zu einem KfW-Effizienzhaus, als auch beim Umsetzen von einzelnen Sanierungsmaßnahmen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Wände, Dach, Keller- und Geschossdecken dämmen
  • Fenster und Außentüren erneuern
  • Haus erstmals an Nah- oder Fernwärme anschließen
  • Heizung optimieren
  • Lüftungsanlage einbauen oder erneuern

Auch Baunebenkosten sowie Beratungs- und Planungsleistungen werden gefördert.

KfW-ProgrammWas wird gefördert?Förderung pro Wohnung
Energieeffizient Sanieren – Kredit (151)
  • Sanierung zum KfW-Effizienzhaus
Kredit: bis zu 120.000 Euro
Tilgungszuschuss: bis zu 40 % (maximal 48.000 Euro)
Energieeffizient Sanieren – Kredit (152)
  • energetische Einzelmaßnahmen
Kredit: bis zu 50.000 Euro
Tilgungszuschuss: 20 %
Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss (430)
  • Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder energetische Einzelmaßnahmen
Investitionszuschuss: bis zu 40 % (maximal 48.000 Euro)
Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung (431)
  • Energieberatung und Planung
  • Kontrolle der Bauausführung und Abnahme
Zuschuss: 50 % der Kosten (maximal 4.000 Euro)

Wie fördert das BAFA Altbausanierungen?

Das BAFA fördert vor allem den Einbau von Heizungen mit erneuerbaren Energien. Hausbesitzer*innen erhalten dabei Zuschüsse von bis zu 35 Prozent ihrer Investitionskosten. Beim Tausch einer alten Ölheizung zahlt das BAFA einen zusätzlichen Austauschbonus in Höhe von 10 Prozent. Damit erhalten Verbraucher*innen im besten Fall fast die Hälfte ihrer Sanierungskosten als Förderung zurück.

Förderung Energieberatung zur Altbausanierung

KfW und BAFA fördern die Energieberatung bei einer Altbausanierung. Dabei muss der/die Berater*in auf der Liste der Energie-Effizienz-Experten verzeichnet sein.

• Beim KfW-Programm „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung“ erhalten Hauseigentümer*innen 50 Prozent Zuschuss zu ihren Beratungskosten – maximal jedoch 4.000 Euro.
• Beim BAFA-Programm „Bundesförderung für Energieberatung“ ist der Fördersatz mit 80 Prozent der Kosten deutlich höher. Dafür ist allerdings die maximale Förderhöhe geringer. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern zahlt das BAFA höchstens 1.300 Euro, bei Häusern mit drei und mehr Wohnungen bis zu 1.700 Euro. Weitere 500 Euro gibt es, wenn der/die Energieberater*in seinen/ihren Bericht in einer Eigentümerversammlung vorstellt.

Als Hauseigentümer*in können Sie auch mit geringeren Investitionen für mehr Klimaschutz und weniger CO2 sorgen: zum Beispiel mit elektronischen Heizkörperthermostaten und indem Sie weniger Warmwasser verbrauchen.

Alle bisherigen Fragen und Antworten zum Thema

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Fakten im Vergleich

Wie groß ist das Sparpotenzial pro Jahr beim Heizen? Wie viel liegt durchschnittlich zwischen niedrigem und zu hohem Verbrauch? *

Wohnung ca. 2.505 kg

47%

Einfamilienhaus ca. 4.235 kg

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 700 Euro

45%

Einfamilienhaus ca. 1.235 Euro

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 60 Euro

46%

Einfamilienhaus ca. 105 Euro

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 10.010 kWh

47%

Einfamilienhaus ca. 16.940 kWh

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

* durchschnittliche Wohnung (70 m2) in einem 501 bis 1.000 Quadratmeter großen Mehrfamilienhaus und durchschnittliches Einfamilienhaus (110 m2) mit Erdgas-Zentralheizung

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