Förderung für Klimaschutz: höchste Zuschüsse und Kredite

Die Bundesregierung fördert Klimaschutz bei Verbraucher*innen vor allem in den Bereichen Strom und Heizen. Gefördert werden etwa Photovoltaikanlagen und das energetische Sanieren von Wohnhäusern. Hinzu kommen zahlreiche Förderprogramme im Bereich E-Mobilität. Damit soll der CO2-Fußabdruck sinken.

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Allein durchs Heizen in Wohngebäuden entstehen in Deutschland jedes Jahr 123 Millionen Tonnen klimaschädliches CO2. Hinzu kommen private Emissionen durch Stromverbrauch, Mobilität und Konsum. Soll das Klima besser geschützt werden, müssen auch diese privaten CO2-Emissionen sinken oder ganz vermieden werden. Deshalb unterstützen Bund, Länder und Kommunen Verbraucher*innen mit verschiedenen Förderprogrammen beim Klimaschutz.

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Was ist die höchste Klimaschutz-Förderung?

Wenn Hausbesitzer*innen durch den Einbau einer neuen Heizung das Klima schützen, können sie rund die Hälfte ihrer Investitionskosten durch eine Förderung zurück erhalten. Das gilt als die derzeit höchste Klimaschutz-Förderung für Verbraucher*innen.

Fördergeber ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Konkret gefördert wird der Einbau von Heizungen mit erneuerbaren Energien. Dazu zählen zum Beispiel Biomasseanlagen, Wärmepumpen oder Solarheizungen. Je nach Anlage erhalten Besitzer*innen von Ein- oder Zweifamilienhäusern zwischen 20 und 35 Prozent ihrer Investitionskosten. Wird dabei eine alte Ölheizung ersetzt, gibt es in einigen Fällen einen zusätzlichen Austauschbonus von 10 Prozent – insgesamt also bis zu 45 Prozent.

Bei Brennstoffzellenheizungen kann die Fördersumme je nach Vergleich noch etwas höher liegen. Für Energieberatungen ist der Förderanteil mit bis zu 80 Prozent ebenfalls höher, aber die Summe wesentlich niedriger.

Wie finde ich Förderprogramme für den Klimaschutz?

In Deutschland gibt es viele staatliche, regionale und lokale Förderprogramme, die Verbraucher*innen beim Klimaschutz unterstützen. Einen Überblick bietet Ihnen der kostenlose FördermittelCheck. Mit der Datenbank finden Sie wenigen Minuten für Sie passende Förderprogramme – egal ob Sie Fenster und Heizung tauschen wollen, eine Photovoltaikanlage installieren oder ein E-Auto kaufen möchten.

Fördermittel für Klimaschutz durch energetisches Sanieren

Wer energetisch saniert, senkt seinen Heizenergieverbrauch und schützt dadurch das Klima. Deshalb fördert die KfW-Bank energetische Sanierungen mit zinsgünstigen Krediten bis zu 120.000 Euro und Tilgungszuschüssen bis zu 48.000 Euro. Hausbesitzer können entweder einzelne Maßnahmen umsetzen oder das Haus umfassend sanieren, sodass es einen KfW-Effizienzhaus-Standard erreicht.

Dabei werden auch einzelne Maßnahmen zum energetischen Sanieren gefördert:

  • Dämmen von Außenwänden, Dach, Keller- und Geschossdecken
  • Erneuern von Fenstern und Außentüren
  • Erstanschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz
  • Optimieren der Heizung
  • Einbau oder Erneuern einer Lüftungsanlage
KfW-ProgrammSanierungsmaßnahmeFörderung pro Wohnung
Energieeffizient Sanieren – Kredit (151)
  • Sanierung zum KfW-Effizienzhaus
Kredit: bis zu 120.000 Euro
Tilgungszuschuss: bis zu 40 % (maximal 48.000 Euro)
Energieeffizient Sanieren – Kredit (152)
  • energetische Einzelmaßnahmen
Kredit: bis zu 50.000 Euro
Tilgungszuschuss: 20 %
Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss (430)
  • Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder energetische Einzelmaßnahmen
Investitionszuschuss: bis zu 40 % (maximal 48.000 Euro)

Fördermittel für Klimaschutz durch Photovoltaik

Die Installation einer Photovoltaikanlage und eines Batteriespeichers wird mit verschiedenen Förderkrediten und Zuschüssen gefördert. Zum Beispiel gibt es beim KfW-Förderprogramm 270 einen zinsgünstigen Kredit, der bis zu 100 Prozent der Investitionskosten abdeckt; dazu zählen auch die Kosten für Planung und Installation der Anlage. Da Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher in den vergangenen Jahren erheblich günstiger geworden sind, lohnen sich Kredite nur bei größeren Anlagen.

Zuschüsse für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher werden von vielen Bundesländern, Kreisen, Städten und Gemeinden sowie von Energieversorgern gezahlt. Zudem gibt es eine staatliche Einspeisevergütung, wenn Photovoltaikstrom ins öffentliche Netz abgegeben wird.

Klimaschutz-Förderung im Bereich Mobilität

Beim Betrieb von Elektro-Fahrzeugen entstehen im Schnitt weniger CO2-Emissionen als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Entsprechend gibt es viele Förderungen für den Umstieg auf elektrisch betriebene Fahrzeuge. Das gilt für E-Autos genauso wie für E-Lastenräder.

Der Kauf und Betrieb von Elektro-Fahrzeugen wird durch direkte Zuschüsse und Steuervergünstigungen gefördert. Einige Beispiele:

  • Kauf eines E-Autos: Umweltbonus vom BAFA zwischen 3.750 Euro und 6.000 Euro
  • Kauf eines E-Lastenrads: Kosten im Jahr des Kaufs zu 50 Prozent von der Steuer absetzbar
  • Betrieb eines E-Autos: zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer – Ersparnis im Schnitt: rund 2.000 Euro im Jahr; danach 50 Prozent der Kfz-Steuer
  • private Nutzung E-Dienstwagen: steuerliche Förderung – Ersparnis im Jahr: mehr als 1.000 Euro (abhängig vom Fahrzeugtyp)

Alle bisherigen Fragen und Antworten zum Thema

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Fakten im Vergleich

Wie groß ist das Sparpotenzial pro Jahr beim Heizen? Wie viel liegt durchschnittlich zwischen niedrigem und zu hohem Verbrauch? *

Wohnung ca. 2.505 kg

47%

Einfamilienhaus ca. 4.235 kg

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 700 Euro

45%

Einfamilienhaus ca. 1.235 Euro

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 60 Euro

46%

Einfamilienhaus ca. 105 Euro

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 10.010 kWh

47%

Einfamilienhaus ca. 16.940 kWh

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

* durchschnittliche Wohnung (70 m2) in einem 501 bis 1.000 Quadratmeter großen Mehrfamilienhaus und durchschnittliches Einfamilienhaus (110 m2) mit Erdgas-Zentralheizung

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Tobias Bucher, Lorsch

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