Welche Förderung gibt es für Solaranlagen?

Für Solaranlagen gibt es viele bundesweite und regionale Förderungen. Sogar private Energieunternehmen unterstützen Hausbesitzer mit Solarförderungen. Das Nachrüsten von klimafreundlicher Solarthermie für Heizung und Warmwasser in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus wird beispielsweise mit insgesamt 3.000 Euro gefördert.

  • Sie suchen eine Solarförderung?
  • Wie hoch ist die Förderung für Solaranlagen?
  • Wie kann ich Solarförderung beantragen? 

Hausbesitzer können ihre Investitionskosten für Solarthermie deutlich senken, wenn sie eine Förderung für die Solaranlage nutzen. Grundsätzlich gibt es dafür zwei Fördermodelle:

  • Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen und
  • Kredite, die zwar zurückgezahlt werden, aber besonders niedrige Zinsen haben. 

Gefördert werden die Planung von Solaranlagen, die Technik und die Optimierung. Förderungen für Solaranlagen werden von verschiedenen staatlichen und privaten Stellen vergeben:

Einen guten Überblick über alle Solarförderungen erhalten Verbraucher zum Beispiel mit dem kostenlosen FördermittelCheck von co2online.

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Wie hoch ist die Förderung von Solaranlagen?

Welche Solarförderung Hausbesitzer erhalten, hängt von der Anlage, dem Haus, der Region und weiteren Faktoren ab. Wer verschiedene Förderprogramme nutzt und in der richtigen Region wohnt, kann ein Viertel oder sogar ein Drittel der Kosten für Kauf und Installation einer Solarthermieanlage über einen Zuschuss abdecken.

Beispiel-Förderung Solaranlage:

Kosten & Solarförderung:

  • Gesamtpreis inklusive Installation: 10.200 Euro
  • Zuschuss BAFA Basis: - 2.000 Euro
  • Zuschuss BAFA Anreizprogramm: - 1.000 Euro
  • Gesamtförderung - 3.000 Euro
  • Kosten abzüglich Solarförderung: 7.200 Euro
  • Förderquote: 29 Prozent

Wohnt der Hausbesitzer beispielsweise in Nordrhein-Westfalen, wird die Anlage zusätzlich mit 1.080 Euro gefördert. Damit steigt die Förderquote auf 40 Prozent.

Praxistester Carsten Tamm hat für den Tausch seines Heizkessels und den Einbau von Solarthermie insgesamt 5.000 Euro Fördermittel als Zuschuss vom BAFA erhalten: 3.400 Euro für die Pelletheizung inklusive Pufferspeicher und etwa 1.600 Euro für die Solarkollektoren. Carsten Tamm: „Die Beantragung der Fördermittel war super einfach. Unser Heizungsbauer hat die Anträge so weit ausgefüllt und mit uns besprochen, dass wir am Ende eigentlich nur noch unterschreiben mussten.“

Wie kann ich Solarförderung beantragen?

Solarförderung wird direkt beim jeweiligen Fördergeber beantragt, also beispielsweise beim BAFA oder der KfW. Hausbesitzer, die Solarförderung beantragen wollen, sollten sich Hilfe von einem Energieberater, Fachplaner oder dem beauftragten Installateur holen. Denn:

  • Die Beratung durch den Energieberater selbst kann zu 60 Prozent gefördert werden.
  • Es gibt sehr viele Programme zur Solarförderung – für Laien ist es nicht leicht, sich einen Überblick zu verschaffen.
  • Nicht alle Solarförderungen sind miteinander kombinierbar. 

Außerdem werden so häufige Fehler bei der Antragstellung vermieden:

  • Der Antrag auf Solarförderung muss vor Umsetzung der Maßnahme beziehungsweise dem Vertragsschluss mit dem Installateur beim BAFA eintreffen.
  • Die Rechnung muss auf den Antragsteller ausgestellt sein und detaillierte Angaben zum Kollektortyp und zum Volumen des Pufferspeichers enthalten.
  • Die Solaranlagen müssen bestimmte Mindeststandards erfüllen, damit sie gefördert werden. 

Weitere Tipps gibt es zum Beispiel in diesem Online-Leitfaden zu Solarthermie.

Fakten im Vergleich

Wie groß ist das Sparpotenzial pro Jahr beim Heizen? Wie viel liegt durchschnittlich zwischen niedrigem und zu hohem Verbrauch? *

Wohnung ca. 2.660 kg

46%

Einfamilienhaus ca. 4.620 kg

80%
Quelle: Heizspiegel 2017

Wohnung ca. 640 Euro

45%

Einfamilienhaus ca. 1.135 Euro

80%
Quelle: Heizspiegel 2017

Wohnung ca. 53 Euro

45%

Einfamilienhaus ca. 95 Euro

80%
Quelle: Heizspiegel 2017

Wohnung ca. 10.640 kWh

46%

Einfamilienhaus ca. 18.480 kWh

80%
Quelle: Heizspiegel 2017

* durchschnittliche Wohnung (70 m2) in einem 501 bis 1.000 Quadratmeter großen Mehrfamilienhaus und durchschnittliches Einfamilienhaus (110 m2) mit Erdgas-Zentralheizung

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