So senken Sie den Stromverbrauch bei Ihrem Herd

Der Stromverbrauch beim Herd lässt sich messen oder mit einer Faustformel schätzen. Um den Verbrauch zu senken, gibt es einfache Methoden. Schon das Kochen mit geschlossenem Deckel kann 20 Euro Stromkosten pro Jahr sparen und 40 kg CO2 vermeiden.

einfache grafische Darstellung eines Baumes

Es sind 3 Bäume nötig, um diese CO2 zu kompensieren.

Quelle: Wie viel CO2 kompensiert ein Baum?
  • Sie fragen sich, wie Sie beim Kochen Strom sparen können?
  • Wollen Sie wissen, wie viel Strom Ihr Herd verbraucht?
  • Sie möchten beim Kauf Ihres nächsten Herds ein energiesparendes Modell wählen?

Der Stromverbrauch bei einem Herd kann leicht 150 Euro im Jahr kosten. Für das Sparen von Strom und Kosten sowie das Vermeiden von CO2 spielen vor allem die Kochutensilien eine Rolle:

  • Wasser für Nudeln und Tee mit Wasserkocher statt Topf aufkochen – und spart 8 Euro und 15 kg CO2 im Jahr.
  • Zur Plattengröße passende Töpfe und Pfannen nutzen.
  • Schnellkochtopf spart bis zu 50 Prozent Energie und Zeit.
  • Beim Kochen nur so viel Wasser wie nötig verwenden: Gemüse zum Beispiel nur knapp mit Wasser bedecken.
  • Höchste Stufe nur zum Aufheizen benutzen – danach auf mittlere Stufe herunterregeln.
  • Bei gusseisernen Kochplatten und Glaskeramik-Kochfeld: vorzeitig ausschalten und Restwärme nutzen.
  • Gefrorene Lebensmittel nicht auf dem Herd, sondern im Kühlschrank auftauen.

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Der Stromverbrauch des Herds oder der verschiedenen Kochplatten lässt sich aus der Gebrauchsanweisung des Herds ablesen. Alternativ kann man ihn auch mit Hilfe des Stromzählers schätzen. Ein Energielabel für Herde gibt es im Gegensatz zu Backöfen nicht.

Als Faustregel gilt: Vier voll aufgedrehte Platten teilen sich eine Anschlussleistung von 7,5 Kilowatt (kW). So sieht eine einfache Beispielrechnung aus:

  • Leistung des Kochfelds: 1,5 kW
  • Nutzungsdauer: 1 Stunde am Tag an 336 Tagen = 336 Stunden
  • durchschnittlicher Strompreis: 29,3 Cent

Stromkosten pro Jahr: 1,5 kW x 1 Stunde x 336 Tage x 0,293 Cent/kWh = 148 Euro

Wenn also eine Herdplatte mit 1,5 kW Leistungsaufnahme fast jeden Tag eine Stunde auf voller Stufe genutzt wird, verursacht das Stromkosten von rund 150 Euro im Jahr.

Tipps zum Kauf eines neuen Herds

Für niedrige CO2-Emissionen und Energiekosten gilt: Bevorzugen Sie wenn möglich einen Herd mit Gas. Weil das Gas nicht erst in Strom umgewandelt werden muss, sind solche Herde besonders effizient.

Ansonsten wählen Sie bei einem anstehenden Neukauf am besten einen Elektro-Herd mit Induktion. Sein Stromverbrauch ist bis zu 40 Prozent geringer als bei gusseisernen Platten. Nachteile gibt es allerdings auch: Die Anschaffungskosten sind höher und man braucht eventuell neues Kochgeschirr, das für die Magnetfelder geeignet ist.

Energiesparender als gusseiserne Platten sind auch Glaskeramik-Kochfelder (Ceran). Sie werden entweder per Infrarot oder mit einem Halogenstrahler erhitzt.

Für den Vergleich des Herd-Stromverbrauchs können Sie Testberichte verschiedener Herde nutzen. Wer eine Kombination aus Herd und Backofen sucht, sollte weitere Tipps zur Auswahl beachten.

Alle bisherigen Fragen und Antworten zum Thema

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Fakten im Vergleich

Wie groß ist das Sparpotenzial pro Jahr beim Heizen? Wie viel liegt durchschnittlich zwischen niedrigem und zu hohem Verbrauch? *

Wohnung ca. 2.505 kg

47%

Einfamilienhaus ca. 4.235 kg

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 700 Euro

45%

Einfamilienhaus ca. 1.235 Euro

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 60 Euro

46%

Einfamilienhaus ca. 105 Euro

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

Wohnung ca. 10.010 kWh

47%

Einfamilienhaus ca. 16.940 kWh

80%
Quelle: Heizspiegel 2019

* durchschnittliche Wohnung (70 m2) in einem 501 bis 1.000 Quadratmeter großen Mehrfamilienhaus und durchschnittliches Einfamilienhaus (110 m2) mit Erdgas-Zentralheizung

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